Online Talk „Landwirtschaft 5.0 – mit Nachhaltigkeit ans Ziel“ findet großen Anklang

„Nachhaltige Landwirtschaft“ war das Thema des Online-Talks, zu dem Bernd Mettenleiter, Landtagskandidat der Grünen im Wahlkreis Kehl, am 7. Februar Prof. Dr. Daniel Kray eingeladen hatte. Zu Beginn seines Vortrages zeigte der Offenburger Physiker Kray mit eindrücklichen Bildern den bis zu 50 Teilnehmenden, dass wir uns bereits mitten im Prozess des Klimawandels befinden. Er forderte deshalb die politisch Verantwortlichen aller Parteien mit nachdrücklichen Worten zu einem schnellen und konsequenten Handeln beim Schutz des Klimas auf. Gastgeber Mettenleiter unterstrich diese Forderung und ergänzte; „Wir Grünen sind die Partei, die den Klimaschutz ins Zentrum ihres politischen Handelns stellt. Uns ist klar, dass wir den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und das Tempo deutlich erhöhen müssen. Als Naturwissenschaftler werde ich mich dafür stark machen“.

Nachfolgend präsentierte Kray, der an der Hochschule Offenburg Professor für Erneuerbare Energien ist, sein Forschungsprojekt „Landwirtschaft 5.0“. Ziel des Projektes ist es, Klimaschutz und Artenschutz mit einer Stärkung der Höfe in der Region zu verbinden. Einige Betriebe in der nördlichen Ortenau beteiligen sich bereits an diesem Forschungsvorhaben. Gerade diese Kooperationen sind für Kray sehr gewinnbringend: „Ich habe durch die Zusammenarbeit mit den regionalen Landwirtinnen und Landwirten viele wertvolle Erfahrungen gemacht, die ich auf keinen Fall missen möchte,“ so der Offenburger Professor.

In der anschließenden Diskussion wurden konkrete Vorschläge gemacht, wie Klimaschutz gelingen und dabei gleichzeitig die Einkommenssituation der Landwirtschaft in der Region verbessert werden kann. Für Prof. Kray ist die Nutzung von Pflanzenkohle ein gutes Beispiel dafür. Durch ihren Einsatz werde langfristig CO2 gebunden, dafür sollten die Landwirte entlohnt werden. Gleichzeitig verbessere Pflanzenkohle die Verfügbarkeit von Nährstoffen und wirke ertragssteigernd.
Ein Teilnehmer mahnte die Notwendigkeit einer guten digitalen Infrastruktur im ländlichen Raum an. Nur so könnten Betriebe Strom aus erneuerbaren Energien auch in vollem Umfang ins Netz einspeisen. Abschließend berichtete ein Teilnehmer, der trotz des zehnstündigen Zeitunterschieds aus Tasmanien an der Veranstaltung teilgenommen hatte, von seinen guten Erfahrungen mit Pflanzenkohle auf der Südhalbkugel.

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