Online-Brunch als Wahlkampfauftakt So. 31.1.

Zu einem Online-Brunch als Wahlkampfauftakt lud Bernd Mettenleiter, der Landtagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen für den Wahlkreis Kehl, am Sonntagvormittag ein. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Niklas Bohnert. Dieser schaltete sich mit seiner Gitarre live aus dem Juke Kehl zu. Der Auftritt des jungen Musikers aus Wagshurst war für Mettenleiter ein großes Anliegen, denn „damit kann ich Niklas Bohnert, aber auch den Jugendkeller Kehl ein wenig unterstützen.“

Zu Beginn verknüpfte Mettenleiter seine politischen Schwerpunkte Artenschutz, Digitalisierung in der Bildung und das Thema „Ländlicher Raum“ mit seinem Werdegang. „Als Diplom-Biologe weiß ich, was notwendig ist, um die Vielfalt unserer Arten zu erhalten. Als Lehrer und Netzwerkbetreuer setze ich mich für eine gelungene Digitalisierung unserer Schulen ein. Zusätzlich verbindet mich meine Kindheit auf einem Milchviehhof schon mein Leben lang mit dem Thema Landwirtschaft und ländlicher Raum,“ so der 49-jährige Kreisrat.

In der anschließenden Diskussionsrunde spielte das Thema Geothermie eine große Rolle. Eine Teilnehmerin wollte wissen, ob es stimme, dass Tiefengeothermie-Bohrungen wie die im Elsass, die seit einigen Monaten wiederholt zu Erdbeben geführt haben, in Baden-Württemberg nicht möglich seien. „Das stimmt so, denn ein Verfahren wie in Straßburg ist in Baden-Württemberg nicht genehmigungsfähig. Zudem zeigen die Ereignisse, dass tiefe Geothermie nur zukunftsfähig ist, wenn der Nutzen die Risiken übersteigt,“ antwortete Mettenleiter.

Weitere Fragen drehten sich um das Thema Schule. Zum mehrgliedrigen Schulsystem befragt befand der Gymnasiallehrer, dass sich für Eltern oft weniger die Frage des Schulsystems an sich stelle, sondern wie gut die jeweiligen Schulen vor Ort funktionieren. Zur Frage, ob er die verbindliche Grundschulempfehlung oder Wahlfreiheit der Eltern beim Übergang in die 5. Klasse für sinnvoller halte, sagte der Lehrer für Biologie und Chemie: „Zum ersten ist der Begriff verbindliche Grundschulempfehlung ein Widerspruch in sich, da eine Empfehlung ja nicht verbindlich sei kann. Zum zweiten weiß ich als Lehrer: einige Kinder brauchen mehr Zeit, um durchzustarten. Diesen Kindern müssen wir die Chance dazu geben.“

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