Ministerin Bauer ist beeindruckt von Illenau-Werkstätten

Ministerin Theresia Bauer und der Landtagskandidat der Grünen Bernd Mettenleiter in den Illenau-Werkstätten Achern

Bernd Mettenleiter, Landtagskandidat der Grünen im Wahlkreis Kehl, durfte Anfang März Ministerin Theresia Bauer in Achern begrüßen. „Dies ist der erste und wohl auch einzige Vor-Ort-Termin mit einem Kabinettsmitglied, der im Vorfeld der Landtagswahlen im Wahlkreis stattfindet. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir uns – wenn auch in sehr kleinem Kreis – hier auf dem Gelände der Illenau-Werkstätten treffen“. Mit Kandidat Mettenleiter empfingen Klaus Pflüger und Francoise Laspeyres aus dem Vorstandsteam der Werkstätten die baden-württembergische Ministerin für Forschung, Wissenschaft und Kunst.

Zu Beginn beschrieb Mettenleiter, der seit langen Jahren aktives Mitglied bei den Illenau-Werkstätten ist, vor dem Tor mit Hilfe der dortigen Schautafel die Vielfalt der Aktivitäten. „Es gibt mehrere Gründe, warum ich Ministerin Bauer hierher eingeladen habe. Als erstes wird hier Nachhaltigkeit, ein zentrales Zukunftsthema, gelebt. Beim Geschirrbasar wird gespendetes Geschirr wieder einer neuen Nutzung zugeführt, dadurch werden Ressourcen geschont. Im Repair-Café, bei dem ich selbst mitmache, werden defekte Geräte repariert und dadurch Müll vermieden. Außerdem fördern Angebote wie der interkulturelle Familientag den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft, und nicht zuletzt wird dies alles durch ein herausragendes bürgerschaftliches Engagement getragen“.

Beim anschließenden Rundgang über das Gelände präsentierte Vorstand Klaus Pflüger fachkundig die einzelnen Bereiche der Bürgerwerkstätten. Begleitend sprach Pflüger darüber, dass sich die Illenau-Werkstätten in Zukunft – gerade durch die Erfahrungen der Corona-Krise geprägt – noch stärker als Ort der Begegnung etablieren möchten. In der Holzwerkstatt war zufällig der ehemalige Oberbürgermeister Köstlin, ohne dessen unermüdliches Engagement das Illenau-Areal nicht entwickelt worden wäre, zugegen. Köstlin konnte der Ministerin im spontanen Austausch aus erfahrenem Munde die Entwicklung des gesamten Areals skizzieren.

Die stellvertretende Vorsitzende Francoise Laspeyres beschrieb in der Feinwerkstatt Planungen für einen Stoffbasar im kommenden Mai. In diesem Format soll nicht nur gespendeter Stoff und Nähbedarf neue Nutzerinnen und Nutzer finden, sondern auch eine Börse für Nähideen integriert werden.

Die Ministerin zeigte sich vom Besuch der Illenau-Werkstätten beeindruckt: „Das ganze Ensemble hat ein besonderes Flair. Man spürt, mit wie viel Herzblut hier Menschen – getragen von einer Idee – einen besonderen Ort der Gemeinsamkeit geschaffen haben. Gerade Corona zeigt uns, wie wichtig solche Orte sind.“ Besonders hob Theresia Bauer den Aspekt der Nachhaltigkeit hervor: „Der Gedanke des Teilens, wie er hier zum Beispiel in der Holzwerkstatt durch die gemeinsame Nutzung von hochwertigen Maschinen gelebt wird, ist sehr modern.“ Sie selbst praktiziere diesen Gedanken durch die Nutzung von Carsharing, erklärte Bauer.

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