„Tiefe Geothermie – Ein Baustein für die Energiewende“

Am vergangenen Montag habe ich zu einer Infoveranstaltung mit diesem Titel nach Appenweier eingeladen. Über 40 Personen sind der Einladung gefolgt. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer*innen für den konstruktiven Austausch!
Wir müssen weg von Gas und Öl als Energiequellen! Laut neuester Zahlen wird bereits in vier Jahren eine menschengemachte Erderwärmung von 1.5 C° erreicht sein. Zudem zeigt uns der Krieg in der Ukraine: die Abhängigkeit von Gas und Öl macht uns geopolitisch angreifbar und gefährdet unseren Wohlstand, unsere Freiheit und unseren Frieden.
Weg von Gas und Öl – Tiefe hydrothermale Geothermie kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten, insbesondere beim Thema „regionale und erneuerbare Wärmeversorgung“. Aber wie bei allen Dingen gibt es neben den Chancen auch Risiken.
Ziel der Veranstaltung in Appenweier war genau dies: die Betrachtung der „beiden Seiten einer Medaille“. Daher war nach den fachlichen Impulsen von Hans-Peter Behrens, Mdl aus Baden-Baden und Hr. Dr. Kiefer vom Landesforschungszentrum für Geothermie eine Stunde Zeit für Fragen, Diskussion und Austausch.
In der Region Straßburg/Ortenau wurden durch eine tiefe Geothermie-Bohrung Erdbeben ausgelöst. Dabei wurden Sachschäden auf beiden Seiten des Rheins verursacht. Die Schilderungen der anwesenden Betroffenen machten deutlich, dass zum einen Hab und Gut Risse bekommen hat, darüber hinaus aber auch viel Vertrauen und Akzeptanz verloren gegangen sind.
In Vendenheim (Standort der petrothermalen Bohrungen in Frankreich) wurden Fehler gemacht. Ein noch größerer Fehler wäre es, daraus nicht zu lernen. Dazu möchte ich beitragen! Ich möchte auch in Zukunft den Dialog anbieten und dadurch mithelfen, dass aus den Ereignissen Schlüsse gezogen werden. Insbesondere gilt es dabei auch das Thema Energieversorgung grenzüberschreitend zu adressieren.
Trotz mancher verständlicher „Wut im Bauch“ waren an dem Abend viele konstruktive Gespräche möglich. Ich danke allen Teilnehmern herzlich dafür! Gerade in Zeiten von sich hochschaukelnden Kommentaren auf Social Media Plattformen zeigte mir dieser Vor-Ort-Termin auch, wie wichtig ein persönliches Gespräch ist. Ebenfalls wurde klar, wie groß der Redebedarf bei dem Thema „tiefe Geothermie“ ist, denn im Anschluss an die einstündige gemeinsame Diskussion blieben fast alle Teilnehmer noch einige Zeit im Raum und sprachen in vielen kleinen Gruppen miteinander.

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