Rückbau und Nachnutzung

Am 29. Juni 2020 feierte die deutsch-französische Anti-Atombewegung einen großen Erfolg: Fessenheim ging endlich komplett vom Netz!

Jedoch ist mit einer Abschaltung das Thema Fessenheim noch lange nicht „Vom Tisch“. Zum einen dauert es bis alle Brennstäbe weg sind und danach beginnt erst der eigentliche Rückbau. Aber – für die Region um Fessenheim gibt es nun verschiedene Ideen der Nachnutzung. Um über diese Nachnutzungspläne zu sprechen, traf ich in Straßburg Vertreter*innen der Grünen und verschiedener Naturschutzorganisationen aus dem Elsaß.

Die EDF plant mit einem „Technocentre“ eine Anlage zur Aufarbeitung radioaktiver Materialien. Gegen diese Pläne regt sich auf beiden Seiten des Rheins Widerstand. Cécile Germain-Ecuer, meine Kollegin aus dem Regionalparlament der Région Grand Est, erläuterte eindrücklich die Gefahren und Probleme des „Technocentre“.
Von deutscher Seite gibt es – auf allen politischen Ebenen – eindeutige Ablehnung gegenüber dem Technocentre. Wir haben uns nicht jahrzentelang gegen die Atomkraft in Fessenheim ausgesprochen, um dann danach dort radioaktiven Schrott zu recyceln.

Ich bin Mitglied im Regionalverband südlicher Oberrhein (RVSO). Auch dieser beteiligt sich beim „Zukunftsprozess Fessenheim“.
Dieser Prozess umfasst neben der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen, Investitionen in innovative Technologien im Bereich der erneuerbaren Energie auch die bessere Verkehrsanbindung der Gesamtregion. Ein Bestandteil dieses Plans ist die Schaffung eines innovativen Gewerbeparks namens EcoRhéna.
Auch das Land Baden-Württemberg unterstützt die regionale Transformation der Wirtschaft und – zum Beispiel über die Reaktivierung der Bahnstrecke Freiburg – Colmar – auch die Ziele des Zukunftprozesses.

Ich danke vor allem Cécile Germain-Ecuer für die Einladung nach Straßburg. Der rheinübergreifende Austausch über dieses grenzüberschreitende Thema war ist wichtig und wertvoll und wir „werden am Ball“ bleiben!

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