Mit voller Kraft zu nachhaltigem Stahl aus Kehl

Der Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Kehl, Bernd Mettenleiter, besuchte die Badischen Stahlwerke (BSW) im Kehler Hafen. Dort informierte sich der Grünen-Politiker über die Rahmenbedingungen der Stahlproduktion.

Als Rohstoff für die Produktion verwenden die BSW ausschließlich Schrott. „So schließen die Badischen Stahlwerke einen Wertstoffkreislauf und schonen unsere endlichen Ressourcen“, verdeutlichte Mettenleiter. 90 Prozent des Schrotts werden über Schiff und Bahn nach Kehl geliefert. Daher sind laut Geschäftsführer Markus Menges ein „nasser Standort“ und ein Bahnanschluss sehr wichtige Faktoren für die Betriebsstätte Kehl. Für Mettenleiter – der in Stuttgart im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Energie sitzt – bieten diese Transportwege nicht nur logistische Vorteile, sondern „sie stellen auch ökologisch die besseren Alternativen dar. Deshalb werde ich mich für die Aufrechterhaltung einer funktionierenden Hafen- und Bahninfrastruktur einsetzen.“

Die Herstellung von Stahl aus Schrott verbraucht eine große Menge elektrischer Energie. Das Stahlwerk benötigt etwa die gleiche Menge Strom wie alle Haushalte der Stadt Köln. Je mehr Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung steht, desto nachhaltiger kann die Stahlproduktion in Kehl gestaltet werden. Wenn darüber hinaus die entstehende Abwärme zum Heizen verwendet wird – und der Grundstein für eine solche rheinüberschreitende Nutzung ist gelegt – wird Baustahl aus Kehl weltweit eine Vorreiterrolle beim Thema „klimaschonende Stahlproduktion“ spielen. „Auf den Märkten der Zukunft spielt das Thema Klimaschutz eine zentrale Rolle“, ist Mettenleiter überzeugt. „Die hohe Innovationskraft unserer heimischen Unternehmen trägt zum einen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen bei, zum anderen sichert diese die Arbeitsplätze in unserer Region.“

Der Naturwissenschaftler Mettenleiter war beim abschließenden Rundgang durch die Produktionshallen sichtlich fasziniert. „Als Zuschauer bin ich sehr beindruckt von dem glühenden und flüssigen Metall. Aber gleichzeitig sind dies schwierige Arbeitsbedingungen. Ich zolle daher den Beschäftigten der Stahlwerke meinen großen Respekt für Ihre tägliche harte Arbeit.“

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