Mettenleiter beantragt sein Ausscheiden aus dem Kreistag

Bei den Kommunalwahlen im Jahr 2019 wurde Bernd Mettenleiter im Wahlkreis Achern für die Grünen in den Kreistag gewählt. Der Lehrer und Naturwissenschaftler war seither als Kreisrat im Kultur- und Bildungsausschuss, in der Kommission Abfallwirtschaft, in der Neubaukommission für das Klinikum Achern und im Unterausschuss ländlicher Raum tätig.

Als erster Stellvertreter seiner Fraktion nahm er auch mehrfach an Sitzungen des Umwelt und Technik Ausschusses teil. Bei der vergangenen Landtagswahl wurde Mettenleiter im Wahlkreis Kehl – der vierzehn Städte und Gemeinden in der nördlichen Ortenau umfasst – für die Grünen in den Landtag gewählt. Ein halbes Jahr nach dieser Wahl beantragt der Landtagsabgeordnete nun sein Ausscheiden aus dem Kreistag.

„Dieser Antrag fällt mir schwer, aber ich sehe keine Alternative“, erklärt Mettenleiter. „Wenn ich die Sitzungskalender im Kreis und im Land für das kommende Jahr nebeneinander lege, gibt es bei 80% der Sitzungen im Kreis Termin-Konflikte mit Stuttgart.“ Diese Konflikte lassen sich laut dem Abgeordneten auch nur schwer auflösen, denn das Dienstags-Sitzungsfenster des Kreises überschneide sich immer mit der wöchentlich stattfindenden Fraktionssitzung in der Landeshauptstadt. Selbst wenn eine Ausschuss-Sitzung im Kreis an einem Donnerstag stattfinde, seien in Stuttgart fast immer zeitgleich Ausschuss- oder Plenarsitzungen.

„Wenn ich meine Verpflichtung in Offenburg nur in Ausnahmefällen wahrnehmen kann, dann werde ich insbesondere dem Wählerwillen aber auch meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht. Deshalb gehe ich diesen Schritt, auch wenn er mir schwerfällt“, verdeutlicht der Acherner seine Beweggründe. Zugleich spricht er seine Dankbarkeit aus, denn „die Tätigkeit als Kreisrat war für mich ein Türöffner für ein weitergehendes politisches Engagement. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass ich im Kreistag und in meinen Ausschüssen mitgestalten durfte.“

Der grüne Acherner Gemeinderat Dr. Nils Günnewich rückt für Mettenleiter nach. Günnewich bringt somit bereits kommunalpolitische Erfahrung in sein zukünftiges Amt ein.

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